Wie zwei Skigebiete im Sommer Umsatz für die Wintersaison generierten

Nach dem Februar, einem typisch starken Monat für Skigebiete in pandemiefreien Zeiten, neigt sich die Wintersaison langsam dem Ende zu. Einige Skigebiete in der Schweiz werden in diesem Winter mit geringen finanziellen Einbußen davonkommen, während viele andere Liftgesellschaften die Saison mit großen Verlusten oder sogar ohne Einnahmen aufgrund der Schließungen von COVID-19 beenden werden. Die heutige Zeit ist sicherlich für alle eine finanzielle Herausforderung.

Die Erzielung von Einnahmen vor dem Winter ist für Skigebiete zwar immer von Vorteil, aber nach der schwierigen Saison, die wir gerade erlebt haben, ist es besonders wichtig, Cashflow zu generieren. In den vergangenen Jahren konnten wir beobachten, dass viele unserer Partner in den Sommermonaten bis in die kommende Saison hinein beträchtliche Einnahmen erzielen, insbesondere diejenigen, die mehrtägige Besucher anziehen. In diesem Beitrag werfen wir einen genaueren Blick auf die Entwicklung der Online-Verkäufe in Val Cenis (Frankreich) und Arosa Lenzerheide (Schweiz) in den letzten beiden Sommern. Schauen wir uns zunächst den französischen Ferienort Val Cenis an.

Wie in der obigen Grafik dargestellt, hat Val Cenis bis Oktober 2019 fast 700.000 EUR online für den Winter 19/20 eingenommen (6- bis 14-Tage-Tickets). Im Laufe der gesamten Saison 19/20 wurden 2,5 Mio. EUR online verdient, wobei die bis Oktober 2019 erzielten Einnahmen fast 30 % der Gesamtbuchungen ausmachten.

Die Gesamteinnahmen aus dem Liftkartenverkauf beliefen sich 2019/20 auf rund 12,5 Mio. EUR, der Anteil der online verkauften Karten lag also bei 20 %.

Im Vorfeld der Saison 2020/21 hat Val Cenis bis Ende Oktober Karten im Wert von über 900.000 Euro verkauft. Trotz der Ungewissheit in Bezug auf COVID-19 (Geld-zurück-Garantie im Falle einer behördlichen Schließung oder eines Einreiseverbots) bedeutete dies eine erhöhte Nachfrage und einen Anstieg des Umsatzes um 34 % im Vergleich zur vorherigen Saison. Aufgrund der vollständigen Schließung der Skigebiete in Frankreich bot Val Cenis seinen Gästen eine Rückerstattung des Eintrittspreises an.

Werfen wir nun einen Blick auf Arosa Lenzerheide, den Schweizer Ferienort:

Zum Vergleich: Arosa Lenzerheide verkauft bereits einen beträchtlichen Anteil seines Gesamtumsatzes online. Im Winter 2019/20 wurden 58% der 1- bis 14-Tageskarten (plus 4-Stunden- und Nachmittagskarten) online verkauft, was 13,7 Millionen CHF entspricht.

Die Grafik zeigt, dass Arosa Lenzerheide bis Ende Oktober 2019 bereits über 1,4 Millionen Franken online für die Saison 19/20 verkauft hat. Dies macht mehr als 10 % aller Online-Verkäufe während der Saison aus.

Aufgrund der Ungewissheit bezüglich der COVID-19 hat Arosa Lenzerheide den Ticketverkauf etwas später als 2019 gestartet. Dennoch wurden bis Ende Oktober 2020 bereits 900’000 Franken an Tickets für den Winter 20/21 verkauft.

Neben einer datenbasierten Preisstrategie und einer effektiven E-Commerce-Lösung sind ein erfolgreiches Marketing und eine erfolgreiche Kommunikation entscheidend, wenn Sie Ihren Online-Ticketverkauf frühzeitig starten. Dazu gehört die Wahl der richtigen Botschaft wie “Buchen Sie im Voraus und sparen Sie” und die Wahl der richtigen Kanäle, um Ihre Kunden zu erreichen und zu gewinnen. In Zeiten der Ungewissheit in Bezug auf die COVID könnte sie auch klare Informationen zur Erstattung liefern. Erfahren Sie hier mehr über die Kommunikationsstrategie von Val Cenis für die Einführung des Online-Verkaufs im Jahr 2020.

Weitere Möglichkeiten zur frühzeitigen Erzielung von Einnahmen für den kommenden Winter sind der Verkauf von Dauerkarten, bei denen der frühzeitige Kauf belohnt wird, und der Verkauf von datumslosen Karten zu einem leicht reduzierten Preis bis zu einem bestimmten Zeitpunkt. Datumslose Produkte, die an jedem beliebigen Tag der Saison verwendet werden können, können für Kunden interessant sein, die einen Kauf für die kommende Saison tätigen möchten, sich aber noch nicht auf ein bestimmtes Datum festlegen wollen. Daher sollte der Preis etwas weniger attraktiv sein als bei einem datumsabhängigen Ticket.

Die Beispiele Val Cenis und Arosa zeigen, dass es sich lohnen kann, den Vorverkauf für den kommenden Winter frühzeitig zu starten, um Frühbucher zu generieren. Wir helfen Ihnen gerne bei der Umsetzung. Nehmen Sie Kontakt mit uns auf, wenn Sie mehr erfahren möchten.

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